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Die 1000 wichtigsten Daten der Weltgeschichte

Ulrike Dansauer
Montag, 20. April 2009

Die 1000 wichtigsten Daten der Weltgeschichte
Klaus-Jürgen Matz
C-H. Beck
4. durchgesehene und aktualisierte Auflage
München 2006
128 Seiten
€ 7, 90
ISBN: 978-3-406-44803-4

 

Die Zahl 1000 ist als runde Zahl nach Matz willkürlich gewählt. Trotzdem schafft er es, die wichtigsten Daten der Geschichte nicht nur Europas zu vereinen und knapp und prägnant darzustellen, sowie einen roten Faden sichtbar zu machen. Verwirrend ist allerdings die Angewohnheit des Autors, immer wieder das Wort „freilich“ einzustreuen. Da das Wort sehr vieldeutig ist (Synonyme: selbstverständlich, dagegen, ja, allerdings, immerhin, wohl usw.) und die Texte sehr kurz, kann man sich die jeweilige Bedeutung nur schwer oder gar nicht erschließen. Eine eindeutige Wortwahl gerade bei derart knappen Texten wäre also angebracht und bei einer weiteren Auflage unbedingt zu bedenken. Ich zitiere außerdem einen Text, bei dessen Formulierung Fragen auftauchen, und hebe die kritischen Stellen hervor:

„455 Die Wandalen erobern Rom und plündern es in geregelten Formen. Papst Leo der Große (440-461) hält sie jedoch von starker Zerstörung ab. Gleichwohl bezeichnet der im 18. Jahrhundert geprägte Begriff Wandalismus eine Orgie sinnloser Gewalt.“ (S. 26)

Wie kann man etwas „in geregelten Formen“ plündern? Das ist ein Widerspruch in sich. Und selbst wenn etwas „in geregelten Formen“ geplündert wird, muss man die Plünderer nicht „jedoch“ von starker Zerstörung abhalten. Manche Fremdwörter wie z.B. „xenophob“ werden leider nicht erklärt.

Fazit: Lesenswert, aber in machen Formulierungen nicht unbedingt eindeutig bis zuweilen skurril.

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